Geschichte
Kleine (Post)Geschichte der Insel Man
9. Jahrhundert
Erste normannische Niederlassungen auf Man; die Insel wird von einem "King of the Isles" regiert (zu dessen Gebiet auch die Hebriden gehören).
1098
König Magnus Barefoot von Norwegen erobert die Insel, erste normannische Befestigungsanlagen werden errichtet.
1266
Die Insel Man kommt unter schottische Oberhoheit.
1395
Le Scrope benutzt als "King of Mann" erstmals ein Siegel mit den "3 Beinen von Man".
1405
König Heinrich IV (von England) belehnt Sir John Stanley mit der IOM; er und seine Nachkommen nennen sich "King of Mann".
1504
Der Titel "King of Mann" wird abgeschafft, fortan regiert der Lehensherr als "Lord of Mann"; ("besser ein großer Lord als ein unbedeutender König" lautete die Devise dieser Maßnahme).
frühes 17. Jahrhundert
Kapitäne von Schiffen die von und nach Man fahren nehmen die Post der Insel gegen eine Gebühr von 1 Penny pro Brief nach England und Schottland mit.
1639
Erstmals wird eine Postschiffsverbindung der Insel erwähnt: Das Postschiff zwischen Whitehaven in England und Dublin in Irland legt "bei Bedarf" auf Man an.
1744
Ein Mr. Seacome in Liverpool wird urkundlich als Letter Agent für Post der Insel Man erwähnt.
1765
Der Herzog von Atholl, der "Lord of Mann", tritt sein Lehen an den König von England ab; seither tragen die englischen Monarchen auch den Titel "Lord of Man(n)". Der Herzog verzichtet zwar nicht ganz freiwillig, aber zum politischen Druck kommt auch noch ein finanzielles "Trostpflaster" von £ 70.000, ein Betrag der zu dieser Zeit ein beachtliches Vermögen darstellt.
1767
In Douglas auf der IOM wird ein Receiving House (Postannahmestelle) eröffnet, das dem englischen Postamt in Whitehaven unterstellt ist; das Postschiff legt nun einmal pro Woche in Douglas an; ein Zeilenstempel "ISLE OF MAN" wird erstmals verwendet.
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1768
Die ersten Münzen werden auf Man geprägt.
1822
Die Postschiffsroute führt nun zwischen Liverpool und Douglas, zugleich wird das Receiving House in Douglas aufgewertet: Douglas ist nun "Post Town".
1832
Das Amt in Douglas wird selbstständiges Hauptpostamt und erste Posthilfsstellen außerhalb des Hauptstadt entstehen in Ramsey, Castletown und Peel.
1838
Die Insel Man erhält ein "Penny Post System", ähnlich der Londoner Stadtpost.
1839/40
Große britische Postreform; Ansteigen des Postaufkommens, in den folgenden Jahren Errichtung neuer Zweigpostämter, die dem Hauptamt Douglas unterstellt werden; englische Briefmarken werden erstmals in Man verwendet.
1844
3 Postämter auf Man erhalten Kennummern im Verband der englischen Post:
407 ... Douglas
036 ... Ramsey
037 ... Castletown
1851
Dem Postamt in Peel wird die Nummer 051 zugeteilt.
1854
Das größte Wasserpumpenrad der Welt wird in Laxey in Betrieb genommen.
1914-1918
In Knockaloe und Douglas gibt es Kriegsgefangenenlager; die Post- und Zensur- stempel sind heute gesuchte Sammlerstücke; für das Camp in Knockaloe wird eine "Marke" gedruckt, deren Status zwar umstritten ist, die aber heute zu den ganz großen IOM-Raritäten zählt.
1940-1945
Während des 2. Weltkrieges gibt es auf Man mehrere Internierungslager für Zivilisten; die Post dieser Lager ist heute sehr gesucht.

1958
Die Insel Man ist eine der Regionen für die die englische Post ab diesem Jahr eigene "Regionalmarken" herausgibt; sie sind bis 1973 auf Man gültig, in Großbritannien aber bis heute (das gilt nur für die Werte, die 1971 herausgegeben werden).
1962
Für den Postverkehr zwischen der Insel Man und der Calf of Man wird ein privater Postdienst eingeführt, der auch eigene Wertzeichen herausgibt.
1971/72
Die Insel Man macht die englische Währungsreform (aus £-s-d wird £-p) auch für das Manx-Pfund mit; ab dem 14.2.1972 gilt nur noch die neue Währung; die Regionalmarken mit Wertangabe "d" (=Penny in alter Währung) werden ungültig.


1973
Am 5. Juli wird am Tynwald Hill das neue Post Office Gesetz verkündet: Die IOM wird an diesem Tag postalisch unabhängig von England und gibt eigene Wertzeichen heraus; die Verwendung englischer Marken ist ab sofort nicht mehr möglich, wird aber bis zum 4. August geduldet, d.h. es wird keine Nach- gebühr eingehoben.

